Der erste Hundeurlaub – zwischen Planung und Vorfreude

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Knapp 7 Monate nach Lucy´s Einzug stand er an – unser erster gemeinsamer Urlaub. Sie war knapp 10 Monate alt und wir freuten uns auf die gemeinsame Zeit als kleine Familie.

Da wir sehr gerne in Österreich Urlaub machen und immer wieder neue Ecken erkunden, sollte es diesmal ins für uns noch unbekannte Marchfeld gehen. Das liegt in Niederösterreich und war mir bis dahin nur bekannt von der Werbung mit den erntefrischen Erbsen. „Komisch eigentlich, dabei mag ich Erbsen gar nicht….“. Doch zurück zum Thema!

Jedenfalls war der Plan 2 Wochen mit Rad und zu Fuß das Marchfeld zu erkunden beschlossen und so machten wir uns auf die Suche nach der passenden Unterkunft.

Ein Ferienhaus sollte es sein, schon allein deshalb weil wir nicht wussten wie Lucy den Ortswechsel aufnehmen würde und da war es doch besser für sich allein zu sein und auf niemanden Rücksicht nehmen zu müssen. Ein Garten wäre nett, damit wir uns zwischen Spaziergängen und Fahrradtouren etwas relaxed ausruhen konnten und gemütlich sollte es auch sein.

Mit diesen „Eckdaten“ gingen wir auf die Suche und fanden es, ein kleines schnuckeliges wenn auch in die Jahre gekommenes Haus dessen Garten ein Innenhof war. Schien perfekt zu sein, wir klärten noch kurz mit dem Vermieter ab ob Lucy willkommen war und bekamen die Zusage. Nun konnten die Reisevorbereitungen starten.

 

Kofferpacken für Frau Hund – was muss mit, was muss man wissen?

Da ich nichts vergessen wollte, begann ich bereits Wochen vor unserem Urlaub eine Liste zu schreiben was alles mit musste.

Darauf stand dann zb. Futter- und Wassernapf (tzz als ob ich die vergessen könnte), ausserdem berechnete ich wieviel Futter ich mitnehmen musste inkl. Kausnacks und Leckerlis, Brustgeschirr plus Ersatzgeschirr die beide mit Kontaktplaketten ausgestattet waren, die Schleppleine, die normale Leine und die Flexileine. Der Fahrradkorb, die Schlafbox mit Kuscheltier ausserdem Spielzeug, eine Decke, Kotbeutel, Erste Hilfe Set und Reiseapotheke, einen Hundemantel und diverse Pflegeutensilien angefangen von Bürsten und Kämmen, Shampoo und Augenpflege, Krallenschere, Handtücher und unsere kleine Plastikwanne in der ich Lucy baden konnte. Obendrauf noch Lucys EU-Pass – fertig war das Gepäck meiner Maus.

Alles in allem hatte sie fast ein gleich großes Reiseköfferchen wie ich und es kamen die ersten Zweifel auf, ob das wohl alles im Auto Platz haben würde.

Zusätzlich zur Packliste machte ich mir einige Notizen wie zb:

  • Wo ist der nächste Tierarzt (brauchten wir gottseidank nicht aber wer weiss das schon)
  • Wegbeschreibung zur nächsten Hundezone
  • Aktuelle Gesetzeslage (wichtig damit man weiss ob Leinenzwang ist oder Leinen- und Maulkorb bzw. nur Maulkorbzwang)
  • Einreisebestimmungen (fiel flach da wir ja in Österreich blieben)
  • Besonderheiten des Ortes (zb. Lokale in denen Hunde erlaubt sind, Sehenswürdigkeiten die man besuchen kann mit Hund aber auch Infos wie zb. welche Gebiete man aufgrund von Wildschweinen eher meiden sollte als Tourist)

 

Reiseapotheke von Lucy

Da ich gerne gut vorbereitet bin, haben wir eine kleine Reiseapotheke mit den wichtigsten Helferleins. Meistens brauchen wir nichts davon und da drüber bin ich froh, aber es tut gut zu wissen, dass man sich im Notfall helfen kann.

  • Globuli zum Autofahren
  • Zeckenzange
  • Natürlicher Spray gegen Zecken
  • Antihistaminikum Tabletten und Spritze gegen Bienen-/Wespenstich (da Lucy allergisch ist)
  • Kreislauf Tropfen / Notfalltropfen
  • Desinfektionsmittel für Wunden mit dem man am besten auch die Augen spülen kann
  • Wund- und Heilsalbe oder Spray
  • Ohrreiniger
  • Kohletabletten
  • Mittel gegen Durchfall
  • Verbandszeug (Mullkompressen, Tupfer, Watte, Wattepads, Elastikbinde, selbstklebende Binden, Klebeband)
  • Pinzette
  • Einmal-Handschuhe
  • Einwegspritze mit 5ml
  • Verbandsschere
  • Pfotenschuhe
  • Adaptil-Spray (zur leichteren Eingewöhnung in der Unterkunft)
  • Fieberthermometer (die Normaltemperatur beim Hund liegt bei 38-39°C)

 

Alle Wege führen nach Rom – der Weg ist das Ziel

Alles ist im Auto verstaut – ok das Auto platzt aus allen Nähten und Lucy ist diejenige, die wohl den meisten Platz von uns hat aber was solls – alles das wirklich wichtig ist haben wir dabei. (Hoff ich jedenfalls – kennt ihr das Gefühl während der ganzen Fahrt zum Urlaubsort drüber nachzudenken was man vergessen hat?)

Lucy hatte eine halbe Stunde vor Reisebeginn ihre ersten Globuli erhalten, war nochmals eine kleine Runde Gassi gewesen und hatte ausser ein kleines Leckerli nichts zu fressen bekommen um ihren Magen nicht unnötig zu belasten. Gutgelaunt ging es los und wir tuckerten unserem Ziel entgegen.
Im Urlaub geben grundsätzlich die Frauen der Familie den Ton an – soll heissen ich bin am Steuer, Frau Hund bestimmt die Pausen und Herrchen darf das Navi im Auge behalten und Leckerlis bzw. Getränke reichen.

Wir hatten für die, vor uns liegenden 550km insgesamt 4 Pausen eingeplant die wir, je nach Bedarf einrichten wollten. Der Bedarf richtete sich in erster Linie nach Lucy und in zweiter nach meiner Blase *lach*. Da Lucy aber recht schnell einschlief fuhren wir erstmal den Großteil der Strecke. Als sie dann aufwachte steuerte ich einen ruhigen Rastplatz an und wir machten eine kleine Pause in der sie Wasser bekam und wir gemeinsam eine Banane naschten. Dann gab es die nächste Runde Globuli und die Fahrt ging weiter.

Leider begann es dann recht heftig zu regnen weshalb wir nur langsam vorwärts kamen. Herrchen kraulte die mittlerweile ausgeschlafene Lucy und ich bahnte mir den Weg durch den Starkregen. Als sich die Himmelsschleusen wieder langsam zu schließen begannen bogen wir auch schon ab auf die Landstrasse, die uns eine halbe Stunde später zu unserem Ferienort brachte.

 

Erstmal aussteigen, sich strecken und die Nase in den Wind halten. Da es für Lucy das erste Mal war, achteten wir sehr darauf ihr Zeit zu geben, mit der neuen Umgebung bekannt zu werden.

Während einer die Taschen ins Haus trug erkundete der andere mit Lucy den Innenhof. Das gab ihr Zeit sich zu akklimatisieren und als sie dann ins Haus kam waren schon ihre Spielsachen ausgepackt, es roch ein bisschen wie Zuhause und der Adaptil Spray schaffte zusätzlich ein wohliges Gefühl.

 

Bereits 2 Tage später schien es, als wäre Lucy hier ganz zuhause. Sie ging bereits selbständig auf Erkundungstour in den Innenhof und blieb auch mal ruhig im Wohnzimmer liegen, während wir in der Küche waren.

In diesem Urlaub machten wir die Entdeckung, dass unsere Lucy sehr gerne fremde Wege erkundet, Feldhasen als Kollegen ansieht und sich stundenlang damit beschäftigen kann ihren Ball eine Rampe hochzutragen, zuzusehen wie er hinunterrollt und ihn wieder zurück zu holen.

Alles in allem ein sehr gelungener Urlaub mit Hund, so wie wir uns das gewünscht hatte.

 

LuBa – Urlaubs-Fazit

Wir lieben Niederösterreich als Urlaubsziel besonders, ebenso das Burgenland – mit Hund hat man endlos scheinende Wege zu erkunden auf denen man großteils alleine dahinspazieren oder radeln kann.
Ausserdem finden wir die Buschenschanken und Heurigen klasse, da wir noch nie Probleme hatten Lucy mitnehmen zu können.

Urlaub sollte stressfrei sein. Wir planen lieber großzügig und gestalten die Tage sehr flexibel. Im Marchfeld hatten wir an einem Tag geplant zu der, damals gerade laufenden Hunde -WM zum zukucken zu fahren. Lucy hatte anderes geplant und wollte partout nicht Gassi gehen. Zuerst war ich enttäuscht, aber dann verbrachten wir einen sehr entspannten und netten Tag in unserem Garten, spielten fangen, erkundeten die Umgebung und genossen einfach die Zeit miteinander. Oft glaube ich, muss man zulassen, dass es anders kommt als geplant und daraus das Beste machen, dass dann manchmal Besser ist als das ursprünglich Geplante.

Unsere Hunde sind sehr anpassungsfähig – aber auch sie dürfen mal einen schlechten Tag haben, dürfen mal „nicht funktionieren“ – im Gegenzug nahm Lucy es mir nicht übel, als ich gegen Ende unseres Urlaubs einen Tag nur herum gammelte weil ich mir eine Erkältung eingefangen hatte.

Unser erster gemeinsamen Urlaub war ein Erfolg auf ganzer Linie, wir wissen nun, dass Lucy kein Problem mit fremden Orten hat solange wir sie nur in Ruhe ankommen lassen. Wir haben gelernt, dass unser Mädchen sich überall wunderbar einfügen kann, sei es auf einem Trampelpfad durch die Donauauen, neugierig aus ihrer Fahrradkorb kuckend wie auch nach einem erlebnisreichen Tag auf ihrer Decke beim Heurigen. So darf auch der nächste Urlaub gerne sein.

 

Das war´s wieder ihr Lieben – wenn Euch unser Blogartikel gefallen hat freuen wir uns über ein Kommentar oder eine Nachricht.

Machts gut
Eure LuBa´s

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